Weinbergarbeit in endlosen Reihen

Nach meiner vergeblichen Arbeitssuche in Blenheim habe ich letzten Dienstag nun doch auf dem Weinberg angefangen. Anders als vorgesehen bin ich nun auf einem Weinberg fest angestellt, anstatt für einen Contractor auf mehreren zu arbeiten. So muss ich nun die alten Triebe verschneiden, aus dem Drahtgespann herausziehen und dann die kleinen Zweige schneiden.


Im Grunde genommen keine große Arbeit, aber trotzdem recht anstrengend. Unter der Woche läuft dann abends gar nichts mehr außer vielleicht eine DVD im Hostel.

Glücklicherweise bin ich in einem familiären Hostel nahe der Weinberge und fern der Stadt unter gekommen. Eigenes Zimmer mit angenehm ruhiger Atmosphäre in der Nebensaison. Hinterm dem Obstgarten mit Zitronen, Mandarinen und Feijoas gibt es noch drei Tennisfelder auf denen die restliche Energie verspielt werden kann.

Heute wurde schon mit Obi (D)und Deboria (FRA) gepielt. Die beiden kamen gestern und wollen auf dem gleichen Weinberg anfangen zu arbeiten. So habe ich für die nächste Zeit auf jeden Fall auch ein wenig Gesellschaft um mich und die ist nicht gerade schlecht.

Der Conder´s Forest Weinberg gehört zur Forest Weinerei, die mitunter die besten Weine der Insel herstellt. Die haben dann auch ihren Preis aber sind richtig lecker und vielleicht kommt ja einer mit mir nach Hause. Aber bis dahin sind ja schließlich noch fünf Wochen Arbeit und zwei Wochen Urlaub Zeit. :=)

Also ihr wisst Bescheid!

13.6.10 03:39, kommentieren

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Auch eine Rundfahrt hat ein Ende

Viel hat er erlebt und viel bezahlt. Nun muss die Kasse auch mal wieder aufgebessert werden, damit man auch etwas wieder mit nach Hause nimmt, neben dem ganzen Ramsch.

Nachdem wir in Queenstown deftig feierten, machten wir uns auf nach Milford um dort bei annehmbarem Wetter eine Bootsfahrt durch die Milford Sounds beizuwohnen. Zwischen den Bergen in den Sonnenuntergang zu fahren, mal unter einem Wasserfall duschen und Unmengen von kostenlosen Kaffee.

Weiter gings an der Südküste entlang nach Dunedin, in den Regen. Im Pub schaute man Australien gegen Neuseeland gewinnen, 2:1. Ziemlich raues Freundschaftspiel-ein Kiwi kann nicht mehr zur WM fahren. Lange werden sie wahrscheinlich nicht dabei sein. Rugby liegt ihnen weit besser und das sieht man auch im Fußball. Weiterhin waren wir noch in der Cadburry Schokoladenfabrik, machten eine Führung mit ausgiebiger Verkostung und überzeugten uns davon, dass es weit bessere Schokoladen gibt. Das Schwimmbad und die steilste Straße der Welt nahmen wir auch auf uns. Viel mehr als Regen gabs dann nicht mehr.

Zudem war es so viel, dass Straßen gesperrt wurden und wir eine recht große Umleitung nehmen mussten. Es waren keine 20 km mehr, sondern 300+. Aber so habe ich wenigstens mal was Neues gesehen. Die Tonklippen und der Lake Pukaki lagen gleich auf dem Weg.


Am Lake Tekapo hielten wir um uns in den heißen Quellen zu entspannen und am folgenden Morgen über den Schnee zu staunen.

An der Ostküste liegt aber noch keiner, dafür hatten wir genialen Wellengang für den sich sogar die örtliche Presse interessierte. Unseren letzten gemeinsamen Abend verbrachten wir im Strawberry Tree und schütten nochmals recht anständig um dann am nächsten Morgen verklatscht durch den Regen weiter zu reisen. Marina und Chris machten sich auf zum Flughafen währen ich nach Havelock trampte um dort in der Muschelfabrik nach Arbeit zu fragen. Die wollen mich leider nicht und so versuche ich es morgen, am Dienstag nochmal in Renwick. Dort soll es ein Packhaus geben, die Arbeiter suchen. Vielleicht ergibt sich dort was. Melissa von den Philippinen wird dabei ein wenig helfen, die arbeitet gerade in der Muschelfabrik um dann irgendwann mit ihrem spanischen Mann und der 14-jährigen Tochter, die beide getrennt von einander auf der Nordinsel leben, zusammen zu ziehen.

Falls meine Bemühungen nicht klappen, gibt es ja immer noch die Weinberge. Da weiß ich aber auch noch nicht so recht, wann es losgehen soll. Deswegen versuche ich eben schnellstmöglich was zu finden. Das Wetter ist recht schön aber kalt und da will man doch lieber irgendwo drinnen arbeiten um nicht krank zu werden.

Ich werde schon was finden um dann in Deutschland auch mal was zu erleben


1 Kommentar 31.5.10 06:47, kommentieren

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Kajaks, Gletscher und schon wieder in Queenstown

Nach meiner schönen Wanderung traf ich auf eine lustige Gruppe aus einer Mischung von Spaß, Spontanität und Lebensfreude. Geballt auf einen sehr engen Zeitraum verstand man sich perfekt, beschloss wegen des Regens nach Nelson zu fahren und sich das Wetter schön zu feiern. Dies gelang blendend und schon leuchtete die Sonne für uns drei. Obwohl ich einen unvorstellbaren Kater hatte gingen wir auf eine Kajaktour im Abel Tasman um den Park auch mal aus einer anderen Sicht zu betrachten.


Den ganzen Tag verbrachten wir auf See und diesmal kenterte auch niemand. Wir, Chris aus Stoke nahe Manchester und Marina aus Erdbach bei Cretlingen, kamen zu den Inseln, sahen Seelöwen mit Jungen und ein Pinguin schwamm an uns vorbei. Ich hätte auch gern Delfine gesehen, doch dieser Wunsch erfüllt sich wohl erst später.

Am Folgetag sah ich mit Marina die mitunter klarsten Quellen der Welt, die Waikorupupu Springs und die Golden Bay. Später ging es wieder zur Westküste und man verbrachte die Nacht in Westport in einem klassisch - englisch eingerichteten Hostel. Während sich Chris nach einer Blasen treibenden Wanderung schon früher auf den Weg machte und unter dessen in Punakaiki wartete. So trafen wir ihn später an den Pancake Rocks wieder. Noch einmal den Fox River Inland Track gemacht, Hokitika gesehen und dann gleich zum Franz Josef Gletscher.


Die beiden machten dort eine geführte Tour auf dem Gletscher  deren Bilder einfach spektakulär sind. Ich habe dem ganzen Treiben aus der Höhe zugesehen indem ich einen Track auf den Berg gefolgt bin. Der war gefährlich aber es lohnte sich definitiv auch wenn ich danach total kräftelos in den Hot Pool und dann ins Bett fiel. Es regnete auch ein wenig im Regenwald, doch die Sonne schien und so ergab sich für mich folgendes Wunderbild.


Nach unserem zweitägigen Aufenthalt am Franz Josef Gletscher sahen wir ebenso den nahe gelegenen Fox Glacier und einige der ruhigen Gletscherseen, in denen sich die Szenerie nochmals wiedergibt.


Den Haast Pass mit seinen blauen Flüssen

                

und Wanaka ließen wir hinter uns und so sind wir heute in Queenstown. Gestern gingen wir zur Abwechslung auch mal aus, wie es jeder hier macht und heute springen die beiden von der Brücke. Diese Stadt ist schließlich bekannt für ihre Bungysprünge, falls ich das noch nicht erwähnte.

Nun weiter geht’s noch zum Milford Sound und dann an der Ostküste nach Norden. Ich nehme an, dass ich die nächste Woche noch mit Chris und Marina verbringe, da meine Arbeit etwas auf sich warten lässt. Die Weinpflanzen brauchen erst Frost um beschnitten zu werden und das wird wohl noch einige Tage dauern. So nutze ich die Zeit noch um teils noch einmal die schönen Dinge zu sehen, die ich schon erlebte.

In der Hoffnung, dass alles weitere gut klappt

Passt auf euch auf, wie ich ebenso

1 Kommentar 22.5.10 05:07, kommentieren

Wanderurlauber

Frisch, munter und Gesund bin ich zurück. Recht zügig kam ich nach Marahau um dort den Abel Tasman zu wandern. Die erste Nacht verbrachte ich auch noch kostenlos im Hostel und frühzeitig ging es am nächsten Morgen schon los.

Der schönste Track im ersten und größten Nationalpark des Landes haute mich jetzt nicht so um aber zeigte schon einige schöne Stellen. Hier war es auch etwas schwerer einfach irgendwo zu zelten wo man gerade Lust hat. Doch Martin kriegt auch das hin.


Am ersten Tag traf ich schon auf die DOC Parkwächters, die mir gleich einen Strafzettel gaben, weil ich keinen Campingplatz buchte. Naja…Das war aber auch das einzige und letzte Mal. Nach 7 Stunden, 20 km Wald und Strand durfte ich mich dafür auf einem Platz mit Trinkwasser, zwei Kanadiern und einer Amerikanerin nieder lassen. Es war ein ganz lustiger Abend am Feuer. Wenn man so daran denkt, dass wir hier nachts Opossums haben-im Vergleich, dass die Amis mit Bären zu tun haben, falls sie mal in die Natur gehen. Hab ich noch nie darüber nach gedacht.

Ich war ganz schön fertig und irgendwie hatte ich auch gar keine Lust den ganzen Track allein zu laufen. Ist schon ein komisches Gefühl nun allein ohne Begleitung weiter zu ziehen, da die Person mit der man zwei Wochen alle Erfahrungen, Werte, Momente und Eindrücke teilte auf einmal nicht mehr anzusprechen ist. Da kamen längst vergrabene Gefühle und Erinnerungen wieder hoch…

Nun mein Plan war, mich einfach vier Tage auf dem Tasman Track aufzuhalten und das machte ich auch. Länger hatte ich keine Zeit, da ich mich auf den Weinbergen melden musste. So machte ich mich am zweiten Tag gemächlich zurück und wanderte die Routen, die ich vorher umgangen bin. Es wiederholt sich ja doch alles und außerdem war der Fox River Inland Track eh schöner. Bis auf den Strand.

An Cleopatras Pool hielt ich mich fest und schlug mein Zelt mitten im Regenwald auf. Sauber… Durch den vielen Regen in der Nacht, ließen sich die Flüsse auch gleich viel schöner ansehen.

Den dritten Tag verbrachte ich in der Apfelbaum Bucht. Ein wunderschöner, langer , goldener und ruhiger Sandstrand, der nur so zum Zelten einlädt. In der Nacht konnte ich schön Sternkarte lesen und mich wegen des komischen Leuchtens wundern. Es fing an zu Gewittern.

Der heutige Tag war ganz schön und nun sitz ich auf der Terrasse und es regnet schon wieder. Ich schreib dann mal den Weinbergen und hoffe in den nächsten Tagen auf Arbeit. Es kann nämlich auch sein, dass ich noch eine Weile warten muss, weil die Pflanzen erst Frost abbekommen müssen um verschnitten werden zu dürfen. So hoffe ich mal auf das Beste, wie immer. Und wie immer kommt auch nur das Beste auf mich zu.

Auf Euch hoffentlich auch!!

1 Kommentar 14.5.10 09:16, kommentieren

Kajakabenteuer

Mann Mann die Zeit rinnt. Wir schafften gestern nur die Kajaktour, da es einfach nur schoen war. Wir troedelten dann auch eine Weile herum und fuhren erst in der Daemmerung nach Haus.

Da wir aber unwissender Weise viel zu weit gefahren sind, dorthin, wo die Wellen viel groesser sind, hat es mich noch umgekippt und ich war halb am ertrinken. Schon etwas kalt das Meer ja, aber mit Schwimmweste war das dann machbar. Krasse Sache echt. Wir kamen im Dunkeln heim und brachten Fisch mit, der uns in die Kajaks sprang...Ech

Stephanie , die nette Besitzerin des Hostels hatte schon die Polizei informiert und Suchtrupps wurden losgeschickt. Alle waren froh uns zu sehen und nach kurzer Aufnahme der Personalien , war auch nichts mehr schlimm. Naja Muscheln mit Reis und Aubergine kochen und alles ist gut.

Gerade habe ich mich von Christian verabschiedet und ich bin schon ein wenig traurig, wieder allein weiter zu machen, da die Zeit wirklich fantastisch war. Schade eben, aber ich bin schliesslich unterwegs um selbststaendiger zu werden und mich auf mich zu konzentrieren.

So werde ich morgen aufbrechen um noch den Abel Tasman zu wandern solange das Wetter noch gut ist und danach irgendwann anfangen zu arbeiten. 

Also Haut Rein

1 Kommentar 9.5.10 03:34, kommentieren

Die Waerme des Nordens

Nun erlebe ich die letzten Tage gemeinsam mit Christian und ich fühle mich schon etwas träge beim Gedanken daran, dass ich danach wieder alleine herum kommen muss. Aber die Zukunft bringt nur Gutes.


Nach unserer heftigen Wanderung fuhren wir die Westküste entlang und hielten natürlich bei jeder Gelegenheit an um was schönes zu sehen, mal zu wandern oder einfach mal nen Kaffee zu trinken. Die Pancake Rocks sahen wir bei untypisch gutem Wetter. Eierkuchenstapelähnliche Steingebilde, die durch das Wasser so bearbeitet wurden, dass das Wellenspiel schöner als je zuvor war. An ist der Seegang der Westküste etwas heftiger als die Bisherigen.

So erwischte uns auch eine richtig große Welle, als wir am Truman Track die Bucht erkundeten. Wir sahen sie zwar schon auf uns zukommen, aber rechneten nicht mit einer Dusche, in Christians Fall einem Bad. Naja wir können behaupten im Meer gewesen zu sein…


Neben einer langen Regenwaldwanderung erkundeten wir auch eine Höhle und zelteten dann am Strand von Karamea. Dort war alles so schön, weil es einfach viel zu viel zu erleben gab. Das Meer mit den angrenzenden Regenwäldern und Bergen. Im Oparara Basin sahen wir zwei Kalksteinbögen, mit dabei der Größte von Australasien.


Mit Kiki hat das richtig Spaß gemacht, da der auch so ein Kletterer ist und so sind wir immer mal vom Weg ab in den Wald.


Nebenbei gab es dort auch einen perfekten Spiegelsee und zwei Höhlen zu sehen.In der Größeren hingen auch Glühwürmer an der Decke und es gab jede Menge enge Nebengänge. Das ist dann schon ein richtiges Abenteuer und so blieben wir gleich noch eine Nacht um am nächsten Tag noch eine etwas größere Wanderung im größten National Park zu machen.

         

Am Nachmittag gings dann schon weiter in Richtung Picton. Heute sind wir hier auch angekommen und genießen die Wärme. Nach einem ruhigen Strandspaziergang mit Klippenklettern gab es wieder ein gutes Mahl und morgen geht’s mit dem Kajak auf die See. Wenn alles passt, werden wir dann noch wandern gehen und auch mal wieder ins Internet kommen um uns bei all den besorgten Seelen zu melden.
Und dann wird wieder geil gekocht. Wahnsinnig gut habe wir die letzten Tage gelebt, da gemeinsam kochen mehr Spaß macht. So leckeren Fisch und Blackball Salami und Kürbis, Aubergine, Feijoas, Kiwano und alles, was man sonst nicht isst.
Am Sonntag macht Christian weiter auf die Nordinseln und ich werde wahrscheinlich an der Nordküste entlang machen oder mal nach Kaikoura an die Ostküste schauen, bevor es mit der Arbeit los geht. Ich muss definitiv noch eine Weile entspannen und das Erlebte erstmal verarbeiten. Es war einfach so viel in den letzten Tagen, dass ich schon gar nicht mehr weiß, was ich gestern gemacht habe. Die nächsten Tage werden sicher etwas ruhiger.

Also bleibt alle reinen Gedankens und macht was euch gefällt!

Bis zum nächsten Mal 

1 Kommentar 9.5.10 03:17, kommentieren

Rundfahrt mit Christian

Zu meiner Freude traf ich kurz nach meinem Aufenthalt auf der Farm auf Kikiriki Christian.



Ein Mensch, wie man sich ihn nur wünschen kann und genau richtig um das Reiseglück zu teilen. So fuhren wir die letzte Woche gemeinsam herum und erkundeten so einige Absonderlichkeiten der Insel.


So sahen wir die Robben, Seelöwen, Kormorane und Pinguine an der Südküste und in Oamaru.



Recht zügig ging es voran ohne einfach nur überall vorbei zu fahren, denn wir sind ja Wandersleut und scheuen uns nicht vor Bewegung.



An den Moeraki Boulders (Runde Steine am Strand) spielten wir im Wasser und nach der Nacht in Oamaru ging es über den Arthur´s Pass durch die Alpen.



Hier bestiegen wir die Avalanche Peak, machten ca. 1100 m und sahen dafür Unmengen von neugierigen Keas.



Die findet man auch an allen anderen höher gelegenen Touristenreichen Ecken, denn sie sind scharf auf eure Türgummis und eure Schuhe.

In Hokitika, der Hochburg für den Greenstone, oder Jade, Pounami oder sonst wie, deckte man sich mit denen erst einmal ein und schon geht’s weiter in Richtung Norden. Nach unserer sonnigen Woche, die wirklich richtig schön war, haben wir nun schon wieder Regen an der Westküste. Wie sollte es auch anders sein? Wir haben dieses schmuddelige Wetter satt, da es ja nicht mehr Sommer ist. So machen wir morgen noch ein paar Wanderungen hier in der Gegend und erkunden eine Höhle. Danach sollte es schon langsam wieder zu Ende gehen mit unserer Zeit, da Christian auf die Nordinsel will und auch nicht mehr so viel Zeit hat. In der einen Woche Urlaub hat man schon so viel miteinander gemacht, dass hierbei schon eine richtig schöne Freundschaft geworden ist. Ich möchte nur hoffen, dass man sich später wieder sieht, wie alle bisherigen Freunde ebenso.

Lasst euch hier gleich mal gegrüßt sein! Hoffe euch geht es gut und ihr genießt den Urlaub J
Ja bald ist die Reise auch schon wieder vorbei und ich gebe mich wieder der Arbeit hin. So höret demnächst mal wieder etwas von mir.

Bis dahin liebe Grüße

1 Kommentar 9.5.10 03:10, kommentieren